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Das ISTAF wird 100: Leichtathletik-Fest mit Publikumslieblingen

Am Sonntag, den 12. September 2021, feiert das legendäre Internationale Stadionfest Berlin (ISTAF) im berühmten Berliner Olympiastadion hundertjähriges Jubiläum. Bis zu 25.000 Fans können unter den aktuellen Corona-Schutz- und Hygienemaßnahmen die hochklassig besetzten Wettkämpfe , u.a. mit deutschen Leichtathletik-Stars Malaika Mihambo, Gesa Krause und Konstanze Klosterhalfen, im Stadion verfolgen. Eintrittskarten gibt es telefonisch unter der ISTAF-Tickethotline  und online im Ticketshop.

Die Geschichte des ISTAF, eines der größten Leichtathletik-Meetings der Welt, begann am 3. Juli 1921. Drei Berliner Sportvereine veranstalteten gemeinsam im damaligen Grunewald-Stadion das erste Internationale Stadionfest mit Leichtathletik- und Schwimmwettbewerben. Damit wurde der Grundstein für Deutschlands traditionsreichstes Leichtathletiktreffen gelegt, welches heutzutage zur World Athletics Continental Tour, eine jährliche Serie von Leichtathletik-Elitewettkämpfen, gehört. Im Anschluss an die Olympischen Spiele von Berlin fand 1937 das ISTAF erstmals im Berliner Olympiastadion statt. 85.000 Zuschauerinnen und Zuschauer feierten damals einen Welt- und zwei Europarekorde. Seitdem wurden in den mehr als 90 Jahren 15 Weltrekorde aufgestellt und das ISTAF vom Leichtathletik-Weltverband World Athletics für den „enormen Einfluss in der historischen Entwicklung der Leichtathletik“ gewürdigt. 

Immer im Mittelpunkt des ISTAF stehen die Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt. Auch dieses Jahr werden wieder Europameister, Weltmeister, Olympiasieger und amtierende Weltrekordhalter erwartet. Rund 200 Weltklasse-Leichtathletinnen und -Leichtathleten werden in den 16 offiziellen Disziplinen gegeneinander antreten. 

Konstanze Klosterhalfen wird beim Jubiläums-ISTAF ihr Deutschland-Comeback machen. Die 24-jährige Läuferin, die in den USA lebt und trainiert, und ihren letzten deutschen Wettkampf  vor zwei Jahren hatte, wird in Berlin in der Disziplin über 1500 Meter an den Start gehen. Im August hatte sie nur um 26 Hundertstel Sekunden ihren eigenen deutschen Rekord bei den Olympischen Spielen in Tokio verpasst, als sie es als Achte über die 10.000 Meter ins Ziel schaffte. 

Als weitere Starter beim ISTAF 2021 haben sich Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo, Olympia-Zweite im Diskus Kristin Pudenz, und Ausnahme-Speerwerfer Johannes Vetter angemeldet. Beim ISTAF will Vetter seine makellose Meeting-Bilanz behalten: „100 Jahre! Um das ISTAF beneidet man uns in der ganzen Welt. Das Jubiläum schreit nach dem fünften ISTAF-Sieg in Folge. Ich freue mich sehr auf Berlin – auf ein tolles Saisonfinale, das gleichzeitig den Urlaub einleitet und noch einmal ungeahnte Kräfte freisetzen kann.“

Damit jedoch noch nicht genug. Die ISTAF-Fans können sich auf einen weiteren deutschen Publikumsliebling freuen. Gesa Krause wird in ihrer Spezialdisziplin, dem 3000-Meter-Hindernislauf, antreten. Für Fans unvergessen bleibt Krauses Rekordlauf über 2000 Meter Hindernis beim ISTAF 2019. Damals gelang der heute 29-Järigen Historisches: Vor einer imposante Zuschauerkulisse von über 40.500 Fans verbesserte Krause nicht nur ihren eigenen Deutschen Rekord, sondern lief die Strecke so schnell wie noch nie eine Frau vor ihr: 5:52,80 Minuten – inoffizieller Weltrekord! „Berlin ist ein ganz besonderes Pflaster für mich“, sagt Gesa Krause. „Ich freue mich riesig, endlich mal wieder vor heimischem Publikum zu laufen. Es ist schon so lange her, daher ist es etwas ganz Besonderes.“ 

Wie alle Wettkämpfe zur Zeit steht auch das ISTAF 2021 im Schatten der Corona-Pandemie. Zum Schutz der Athletinnen und Athleten, ISTAF-Mitarbeiter und Fans wurde das detaillierte Hygienekonzept, das sich beim ISTAF 2020 bewährt hat, ausgearbeitet. Dieses Jahr sind, anstatt der 3.500 Fans im letzten Jahr, bis zu 25.000 Zuschauer erlaubt. Als Grundlage für das ISTAF 2021 dient die 3G-Regel, also der Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werden nur personalisierte Tickets vergeben und lediglich ausgewählte Plätze mit Abstand zueinander angeboten. ISTAF-Meetingdirektor Martin Seeber sagte: „Wir wollen mit dem ISTAF zeigen, dass im Berliner Olympiastadion, das über mehr als 74.000 Plätze verfügt, auch in diesem besonderen Jahr eine ausgelassene Leichtathletik-Party möglich ist – mit Zuschauern, Regeln, Abständen und Rücksichtnahme.“