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Karl Geiger: Wahrer Champion per Definition

Der Deutsche Karl Geiger hat beim Skisprung-Weltcup des Internationalen Skiverbandes im slowenischen Planica sowohl die Einzel- als auch die Mannschaftswertung mit einem hervorragenden Sprung gewonnen.

Der Wettbewerb war nicht ohne Herausforderungen. Starker Wind zwang dazu, den Teamwettbewerb zu verschieben, was am nächsten Tag zu einem vollen Tagesplan führte. Zusammen mit diversen anderen Verzögerungen in der Anfangsphase ging es in dem Wettbewerb für Skifahrer auf der Piste letztendlich hart auf hart – richtig, nur ein einziger Sprungversuch.

Schwierige Zeiten begannen in Planica, als die Jury die Qualifikation absagen musste. Der Wettbewerb begann 30 Minuten später als geplant, mit 67 Teilnehmern (d.h. dem gesamten Feld) in einer Runde! Als die erste Runde begann, sagte die Jury die zweite Runde des Wettbewerbs ab, da das Tageslicht schnell verschwand und für die Endrunde nicht ausreichen würde.

Karl Geiger bewies tadellose Skiflugkünste, selbst als seine Schuhspange vor dem Absprung brach. Der Kunststoffverschluss ist entscheidend und hilft der Stabilität beim Springen. Geiger blieb ruhig und reparierte seinen Schuh mit Hilfe des Equipment Managers.

Trotz dieser erschwerten Umstände und dieses Wetters sicherte sich Geiger mit seinem Sprung den Spitzenplatz im Einzelspringen. Sein einziger Sprungversuch war überragende 232 m weit und er bekam 237,3 Punkte. Mit dem Sprung konnte er sich einen Platz in der oberen Weltrangliste des Skispringens sichern.

Dicht auf den Fersen war ihm der Japaner Ryōyū Kobayashi mit 231 m und 227,7 Punkten. Bor Pavlovcic, der Favorit der Gastgebermannschaft, komplettierte das Podium mit einem Sprung von 227,5 m und 225,2 Punkten.

Deutschlands Siegesserie hat sich fortgesetzt. Karl Geiger und seine Teamkollegen Pius Paschke, Constantin Schmid und Markus Eisenbichler triumphierten im Team-Flugschanzen-Wettbewerb. Die Vier führten die Gesamtwertung an und sicherten sich mit insgesamt 819,5 Punkten den obersten Rang.

Auf dem zweiten Platz lag Japan mit 810 Punkten. Das Wettbewerbsteam bestand aus Naoki Nakamura, Yukiya Sato, Junshiro Kobayashi und Ryōyū Kobayashi.

Österreich belegte den dritten Platz. Das Team von Daniel Huber, Stefan Kraft, Michael Hayböck und Markus Schiffner erlangte 788,9 Punkte, nur 3,4 Punkte vor Gastgeber Slowenien.