Aktuelle Nachrichten aus der Welt des Sports in Berlin

Rettungsschirm für Sportvereine in Berlin

Der weltweite Ausbruch des Coronavirus im Frühjahr 2020 hat mehrere Bereiche des alltäglichen Lebens erheblich beeinträchtigt. Strenge Schutzmaßnahmen durch Abstand halten und soziale Distanz forderten eine hohe Einschränkung sportlicher Betätigungen. Durch die Corona-Pandemie war nicht nur Sportlerinnen und Sportler die Möglichkeit vergönnt, sich für ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden ausgiebig zu bewegen. Viele Sportvereine und Sportverbände sind in eine existenzbedrohende Notlage geraten.

Auswirkungen des Coronavirus auf den Berliner Sport

Sportvereine in Berlin erlitten wie andere Bereiche enorme Einkommens- und Existenzeinbußen. Dabei trugen die Berliner Amateurvereine und der Kinder- und Jugendsport die Hauptlast der Pandemie. Es ist allgemein bekannt, welch außerordentlich positive Auswirkung Sport auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung marginalisierter Gruppen hat. Corona hat diese wichtige Komponente zum Erliegen gebracht. In der Folge brachen die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen ein und Arbeitsplätze gingen verloren.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Berliner Senat die Verlängerung seines Rettungsschirms eingeleitet. Berliner Sportvereine und Sportverbände können Mittel aus dem Rettungsfonds für den Berliner Sport im Jahr 2021 beantragen.

Alle wichtigen Infos zum Rettungsschirm

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat im Mai 2020 einen separaten Förderfonds für Sportvereine eingerichtet, weil andere Hilfsprogramme des Landes und des Bundes, die insbesondere auf wirtschaftlich tätige Unternehmen ausgerichtet sind, für die gemeinnützigen Sportorganisationen nicht greifen. Um die Berliner Sportlandschaft zu unterstützen, führte man das Hilfsprogramm „Offensive Sportmetropole“ für Profivereine und Traditionsveranstaltungen wie den Berlin-Marathon ein.

Gemeinnützige Sportvereine und Sportverbände können bis zum 15. Oktober 2021 Anträge beim Landessportbund Berlin stellen. Als Voraussetzung müssen sie Nachweise für Einnahmeverluste und zusätzlichen Kosten melden. Die Höhe des Zuschusses pro Antrag wird proportional zum Betrag des finanziellen Schadens berechnet.

Seit Aufstellung des Rettungsschirms im Mai 2020 wurden bisher 484 Anträge gestellt und bereits 5,1 Mio. Euro ausgezahlt. Aufgrund der insgesamt positiven Reaktionen der Sportorganisationen bewertete der Senat den Rettungsschirm als erfolgreiche Unterstützungsmaßnahme zum Erhalt der Berliner Sportlandschaft. Für den Breitensport stehen effektiv noch sechs Millionen Euro zur Verfügung. Die Hilfe kam im vergangenen Jahr mehreren Amateurvereinen wie dem SV Rot-Weiß Viktoria zugute.

„Wir sind dankbar für den Rettungsschirm. Vor allem für die Organisation und kostenlose Bereitstellung von Selbsttests, die im April vom Landessportverband gestartet wurden“, sagte Marina Biebl vom Vorstand. Der Sportverein wurde 2008 gegründet.