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Union Berlin feiert Einzug ins Pokal-Halbfinale

Der erste Halbfinalist des DFB-Pokals steht fest: Union Berlin steht nach einem 2:1(1:1)-Sieg gegen den 1.FC St.Pauli unter den Top 4. An der alten Försterei drehten die Eisernen einen Rückstand, um den Sieg einzufahren.

Union nutzt Paulis Ausrutscher

Kurios: Beiden Berliner Treffern gingen Ausrutscher der Defensive von St.Pauli voraus. Erst Sheraldo Becker (45+1.), anschließend Andreas Voglsammer (75.) profitierten davon, dass ein Verteidiger den Halt auf dem Rasen verlor und wegrutschte. Vorher hatte Daniel-Kofi Kyereh den 1.FC St-Pauli nach einer Freistoßvariante in Führung gebracht (21.).

Nach einer Schweigeminute als Zeichen der Solidarität gegenüber der Ukraine entwickelte sich nach Spielbeginn ein zwar umkämpftes und ausgeglichenes, jedoch an Torchancen recht armes Viertelfinalspiel. Beim Gegentreffer machte Union-Ersatzkeeper Frederik Rönnow leider keine allzu gute Figur. Der Aufsetzer in die Torwartecke schien haltbar zu sein. Auch der Torwart der Gegenseite Dennis Smarsch sah beim Ausgleich unglücklich aus. Er rutschte weg und klärte so nicht energisch genug, sodass Torschütze Becker den Nachschuss verwerteten konnte. 

In der zweiten Halbzeit beschränkten sich beide Teams vermehrt darauf, keine Fehler zu machen. Torchancen waren rar gesät. Der entscheidende “Fehler” unterlief dann den Gästen aus Hamburg: Verteidiger Medic rutschte bei einem schnell ausgeführten Angriff der Berliner als letzter Mann aus und ebnete so Andreas Voglsammer den Weg zum entscheidenden Treffer.

Für die Eisernen ist es die 2. Teilnahme überhaupt an einem Halbfinale im DFB-Pokal. Zuletzt erreichte man im Jahre 2001 – damals noch als Regionalligist – sogar das Finale, verlor dann aber mit 0:2 gegen Schalke 04. Geschichte wurde also schon geschrieben. Bleibt abzuwarten, wie weit es die Haupstädter diesmal bringen werden. Mit Bochum, Freiburg und Leipzig sind nur noch 3 Bundesligisten unter den verbleibenden 6 Teams.

 “Mit Leidenschaft das Spiel gedreht”

Kapitän der Union, Christopher Trimmel war nach dem Spiel überglücklich und voller Vorfreude: “Wir sind als Mannschaft in den vergangenen Wochen noch enger zusammengerückt. Das ist zwar so eine Phrase, aber es ist so. Das Halbfinale ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Wir haben uns viel vorgenommen, wollten unbedingt weiterkommen und das ist uns denke ich gut gelungen.” Auch Cheftrainer Urs Fischer zeigt sich erfreut und findet Lob für seine Mannschaft: “Wir haben eine sehr gute, dominante erste Hälfte gespielt. Da hatten wir auch deutlich mehr Chancen, doch aus dem Nichts läufst du auf einmal einem Rückstand hinterher. Die Mannschaft ist drangeblieben und hat mit sehr viel Willen und Leidenschaft das Spiel gedreht.”

In der Pressekonferenz nach dem Spiel meint Pauli-Trainer Timo Schultz zu Urs Fischer: “Und jetzt noch, Champions League und Pokalsieg…”. Damit spielt er auf die aussichtsreiche Situation in der Bundesliga an. Die Eisernen stehen nach zuletzt nur 1 Sieg aus 4 Spielen immernoch auf einem sehr starken 7. Tabellenplatz mit lediglich 3 Zählern Rückstand auf einen Platz für die CL-Quali. In der Liga treffen die Unioner am kommenden Samstag auf den VFL Wolfsburg, wo sie am liebsten nahtlos mit dem Siegen weitermachen wollen.

Und: Sollte es mit der Qualifikation für Europa über die Liga nicht klappen, können sich die Eisernen trotzdem für die UEFA Europa League qualifizieren: durch den Gewinn des DFB-Pokals.

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